Esther Philipps wird neue Dekanin des ev. Kirchenbezirks Markgräflerland

Mit großer Mehrheit bestätigen Wahlsynodale Pfarrerin Philipps als neue Dekanin

Esther Philipps wurde am Donnerstagabend, den 17.07.25, im Rahmen einer Bezirkssynode in der Kirche im Quadrat in Lörrach zur neuen Dekanin gewählt.

Sie tritt die Nachfolge von Dekanin Bärbel Schäfer an. Philipps war von der Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart vorgeschlagen und von den Synodalen mit überwältigender Mehrheit auf acht Jahre gewählt worden.
In einer ersten Reaktion sagte die zukünftige Dekanin Philipps: „Ich freue mich auf die kirchliche Vielfalt in der wunderschönen Gegend des Markgräflerlands. Kirche wird hier vielstimmig sein, das möchte ich erleben und stärken.“
 
Prälat Dr. Marc Witzenbacher leitete den Gottesdienst zur Wahlsynode und predigte mit Referenz zur Tageslosung Jeremia 17,14: „Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen,“ denn „wer andere führen will, muss selbst geführt werden“, so Witzenbacher. Leitung in der Kirche sei kein Machtposten, sondern eine Rolle zur Stärkung von Menschen durch die Bezeugung des Evangeliums in Wort, Haltung und Struktur.
 
Im Anschluss an den Gottesdienst und zur Vorbereitung der Wahl stellte die Vorsitzende der Wahlsynode, Angelika Walliser, die Beschlussfähigkeit der Bezirkssynode fest. Außerdem verlas sie die Gesetzgebung zur Wahl der neuen Dekanin und verpflichtete vier weitere Personen als neue Bezirkssynodale.
 
Sabine Kast-Streib, Kirchenrätin im ev. Oberkirchenrat, vertrat Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart und begründete ihren Wahlvorschlag. Pfarrerin Philipps bringe aus ihrer Tätigkeit als stellv. Dekanin im Kirchenbezirks Pforzheim die wertvolle Erfahrung mit, die für den Entwicklungsprozess der Kirche nötig sei. Pfarrerin Philipps habe „Mut zum Aufbruch, Demut, und den Wunsch, mit Gottes Geist zu gestalten.“
 
Pfarrerin Philipps sagte in ihrer Vorstellung, dass sie einen besonderen Fokus auf die Zusammenarbeit in den Kooperationsräumen legen wolle, was Haupt- und Ehrenamtliche brauchen, um in den neuen Strukturen zufrieden und wirksam arbeiten zu können.
Sie erklärte, dass sie gerne sehr eng mit den Menschen vor Ort zusammenarbeite und gemeinsam Entscheidungen treffen wolle. Ihr Wunsch sei, die Bedürfnisse zu verstehen und Menschen Entscheidungsfreiheiten zu geben, sie „aktiv gestalten lassen, denn so finden sie sich in der Kirche wieder!“ Pfarrerin Philipps möchte punktuell zusammenarbeiten, um Impulse zu setzen, und dann wieder loszulassen, damit sich Neues entwickeln kann. Sie habe Vertrauen in Gott, dass er die begonnene Arbeit fortsetze. Sie wolle zu neuen Wegen inspirieren, „wie Kirche lebendig unterwegs sein kann“.
Ihre Aufgabe wird es u.a. sein, die in der Vergangenheit aufgrund der Reform ekiba 2032 getroffenen Entscheidungen bezüglich inhaltlicher Arbeit, Personal und Gebäude weiter zu begleiten. 
 
Esther Philipps beim Beantworten von Fragen der Bezirkssynodalen

Vor der Wahl der neuen Dekanin hatten die Synodalen die Möglichkeit mit Pfarrerin Philipps ins Gespräch zu kommen, um letzte Fragen vor der Wahl zu klären. Anschließend wurde sie mit überwältigender Mehrheit von 89 Wahlstimmen, 5 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen zur neuen Dekanin bestimmt.
 
Esther Philipps (links) und Vorsitzende der Bezirkssynode, Angelika Walliser, nach der Wahl zur Dekanin
 
Angelika Walliser gratulierte zusammen mit den Synodalen und leitenden Verantwortlichen der Wahlsynode der frisch gewählten neuen Dekanin herzlich und beendete die Wahlsynode mit einem Segen. Im Anschluss hatten die Synodalen bei Geselligkeit und Speis und Trank die Möglichkeit der neuen Dekanin persönliche Glückwünsche zu übermitteln.
 
Leitungsrunde der Wahlsynode mit der neuen Dekanin des Kirchenbezirks, Esther Philipps (Mitte)
 
Pfarrerin Esther Philipps war seit 2009 in Pforzheim tätig. Zunächst als Pfarrerin in der Markusgemeinde, seit 2019 in der fusionierten Friedensgemeinde und ab September 2022 als Klinikseelsorgerin im Helios Klinikum Pforzheim. Seit Mai 2020 fungierte Esther Philipps zudem als Stellvertreterin der Dekanin Christiane Quincke. Diese lässt Esther Philipps schweren Herzens ziehen: „Ich freue mich sehr für Esther Philipps, dass sie die Synodalen in der Bezirkssynode Markgräflerland von sich und ihren vielfältigen Kompetenzen überzeugen konnte. Trotzdem schmerzt uns diese Wahl natürlich sehr, weil wir mit Esther Philipps eine sehr beliebte und kompetente Kollegin verlieren, die maßgeblich an der Entwicklung unseres Pforzheimer Modell beteiligt ist. Sie wird uns fehlen.“
 
Noch bis ca. Ende Oktober wird Esther Philipps in Pforzheim bleiben, bevor sie voraussichtlich im November ihre neue Stelle im Dekanat Markgräflerland antreten wird.